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Nachhaltigkeit

Ein herausragendes Ziel des Projektes ist es, ein nachhaltiges Gebäude zu entwickeln. Dies wurde durch mehrere Verankerungen erreicht. Grundlage war die Lebenszyklusbetrachtung, die die gesamten Kosten über 30 Jahre und nicht nur die Investitionskosten zur Bewertung heranzieht. Dadurch wurde aber auch die ökologische Bewertung nach dem Lebenszyklus erforderlich. Dies führte zwangsläufig zur Auswahl ökologisch unbedenklicher und moderner Baumaterialien und Baulösungen. Zum anderen wurde das Ziel festgelegt, den Passivhausstandard zu erreichen. Damit wird u.a. garantiert, dass ein Energieverbrauch von max. 15 kWh (m²a) nicht überschritten wird. Die dafür notwendige Dämmung wird durch ein Wärmeverbundsystem erreicht.

Diese immense Verringerung des Energieverbrauchs ist ein wichtiger Schritt zur Schonung von Ressourcen und der Verringerung des CO²-Ausstosses. Es ist die erste Schule, die mit einem PPP-Verfahren im Passivhausstandard errichtet wird. Außerdem wird für das gesamte Projekt eine sozioökologische Bauweise erreicht. Darunter ist zu verstehen, dass unter ökologischer Betrachtung ein hohes Maß an Wohlbehagen beim Nutzer des Gebäudes entsteht. So ist z.B. eine Hocheffizienz-Lüftungsanlage mit 90% Temperaturwirkungsgrad und bis zu 65% Feuchterückgewinnung mit einem variablen Luftvolumenstrom vorgesehen. Alle Unterrichtsräume erhalten eine volumenstromabhängige CO²-Steuerung, um die Konzentrationsfähigkeit der Lernenden positiv zu beeinflussen. Dies ist ein Novum für Schulen in Deutschland. Die Lüftungsanlage kühlt in den Sommermonaten gleichzeitig und wird dabei durch moderne Außenverschattungen unterstützt, so dass angenehme Temperaturen auch im Hochsommer erreicht werden.