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Nachrichten 2017

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Ausblick auf 2018

(04.12.2017)

 

Mit dem alljährlichen Adventskonzert geht das Veranstaltungsjahr des Förderverein SeeCampus zu Ende und wir hoffen sehr, dass für jeden Geschmack etwas dabei war.

Welche musikalischen und wissenschaftlichen Highlights wir für Sie im kommenden Jahr bereit halten, erfahren Sie unter der Rubrik "Veranstaltungen".

 

Wir freuen uns sehr, Sie im nächsten Jahr wieder zahlreich begrüßen zu dürfen!

 

 

Fröhliche Weihnachten!

(18.12.2017)

 

Weihnachten

Fotoquelle: R. Ohrmann / pixelio.de

 

Wir wünschen allen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest im Kreise der Familie und für das neue Jahr viel Glück, Gesundheit und Erfolg!

 

 

Förderverein SeeCampus Schwarzheide-Lauchhammer e.V. wählte neuen Vorstand

(24.11.2017)

 

MV 13.11.17-

 

Am 13. November kamen die Mitglieder des Förderverein SeeCampus Schwarzheide-Lauchhammer e.V. zu ihrer jährlichen Mitgliederversammlung zusammen, um neben zwei Vorträgen zur geplanten Sanierung des Südsees und dem Stand des Kunstprojektes auch einen neuen Vorstand zu wählen.

 

Michael Matthes, Abteilungsleiter des Sanierungsbereiches Lausitz bei der LMBV mbH, informierte zu Beginn ausführlich über die geplanten Sanierungsmaßnahmen im Bereich des Südsees. Sollte die LMBV den Zeitplan halten können, besteht die Hoffnung, dass bis 2020 zumindest der Teil am SeeCampus zur Nutzung freigegeben werden kann. Damit könnte auch die Gestaltung des Seeufers beginnen und in das SeeCampusgelände mit einbezogen werden.

Im Anschluss daran referierte Gerrit Gohlke, Künstlerischer Leiter des Brandenburgischen Kunstverein Potsdam e.V. und Kurator des Kunstprojektes am SeeCampus, zum aktuellen Stand des Projektes. Sechs internationale Künstler konnten für den Wettbewerb gewonnen werden. Bei zwei Künstlern steht noch ein Vor-Ort-Besuch im SeeCampus aus. Sobald dies abgeschlossen ist, beginnt die dreimontaige Entwurfsphase durch die Künstler, die dann voraussichtlich Ende April beendet sein wird.

 

Nach einer kurzen Unterbrechung ging der Vereinsvorsitzende Paul-Gerhard Thiele im Rechenschaftsbericht auf die Veranstaltungsreihe, die Neugestaltung der Cafeteria, die Überdachung des Innenhofes und die weiteren Aktivitäten des Vereins ein und umriss zugleich die Herausforderungen, die in den kommenden Monaten vor dem Verein stehen. Nach dem Berichte des Schatzmeisters über die finanzielle Situation des Vereins wurde der Vorstand durch die Mitglieder entlastet und es wurde der Wahlvorgang eröffnet.

 

Da im Vorfeld die beiden langjährigen Beiratsmitglieder, Regine Pursian und Walter Kroker erklärt hatten, dass sie nicht mehr als Beisitzer kandidieren werden, wurden neben Dietmar Ziller, Steffen Exler und Arne Petersen für die Wahl neu vorgeschlagen. Alle drei wurden einstimmig in den Beirat gewählt. Die beiden Vorsitzenden Ingo Senftleben und Paul-Gerhard Thiele sowie der Schatzmeister Dr. Jochen Stribrny wurden einstimmig in ihren Ämtern bestätigt.

 

Ingo Senftleben bedankte sich im Namen des Vorstandes für das entgegengebrachte Vertrauen und bedankte sich abschließend bei allen Vereinsmitgliedern und Unterstützern für ihren Beitrag zur erfolgreichen Entwicklung des Förderverein SeeCampus Schwarzheide-Lauchhammer e.V..

Paul-Gerhard Thiele

 

 

Viel Erfolg!

(04.09.2017)

Nach sechs Wochen wohlverdienten Sommerferien starten die Schülerinnen und Schüler, Auszubildenden sowie Lehrerinnen und Lehrer in das neue Schuljahr 2017/2018. Der Förderverein SeeCampus wünscht allen einen guten Start und viel Erfolg!

 

 

Zu Besuch im SeeCampus

(29.08.2017)

Teuteburg1

 

Ende August stattete die Spitzenkandidatin der FDP für Brandenburg, Linda Teuteberg, dem SeeCampus Niederlausitz einen Besuch ab. Dieser war nur einer von weiteren Stationen in unserer Region. Wilfried Brödno, Dezernatsleiter für Bildung, Finanzen und Innere Verwaltung beim Landkreis OSL und Paul-Gerhard Thiele, Vereinsvorsitzender des Fördervereins führten die Politikerin durch das Gebäude und gaben einen Abriss von der Entstehung der modernen Bildungseinrichtung bis heute.

 

 

Förderverein startet in die Ferien

(24.07.2017)

Der Förderverein geht in seine wohlverdiente Sommerpause. Wir wünschen allen eine erholsame und schöne Urlaubs- und Ferienzeit!

Ab September sind wir dann wieder am Start mit einem Vortrag von Prof. Dr. Dr. Hüttl zum Thema "Die Energiewende - wohin geht die Reise".

 

Wir würden uns sehr freuen, Sie wiederzusehen!

 

Sommer

Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

 

 

Klavierabend mit Roman Salyutov

(20.07.2017)

Nach seinem Konzert im vergangenen Jahr konnte der Förderverein SeeCampus den renommierten Pianisten Roman Salyutov am Freitag, dem 14. Juli schon zum zweiten Mal in der Aula des SeeCampus Schwarzheide begrüßen. Es wurde wieder ein erlebnisreicher Abend, die zahlreichen Besucher bereuten ihr Kommen nicht.

 

Salyutov hatte sein Konzert unter das Motto "Klavierkonzert im Lutherjahr" gestellt. Nun wird sicher manch einer den Einwnad erheben, Luther und Klaviermusik, das passt nicht zusammen. Natürlich ist es richtig, auf den historischen Abstand zu verweisen, das moderne Klavier wie wir es kennen, ist eine Erfindung des neunzehnten Jahrhunderts. Originalmusik aus der Zeit Martin Luthers ist aber nur schwer einem breiten Publikum zu vermitteln, es ist Musik für Spezialisten unter den Musikern mit einem ebenso begrenzten Publikum. Man vergesse nicht, Musik ist eine vergleichsweise junge Kunst, die Mehrstimmigkeit in ihren Anfängen ist gerade einmal tausend Jahre alt. Die ersten Jahrhunderte war die Kunstmusik reine Vokalmusik meist mit einer liturgischen Funktion in den Gottesdiensten. Instrumente waren, wenn überhaupt verwendet, auf eine begleitende Funktion beschränkt. Erste Spuren selbstständiger Instrumentalmusik finden sich erst im 13. Jahrhundert. So spielte Luther selbst die Laute als Liedbegleitinstrument. In der Kunstmusik beherrschte zu Luthers Zeit die frankoflämische Polyphonie Westeuropa. Namen Josquin de Pres, Pierre de la Rue, Adrian Willaert oder Clement Jannequin werden aber auch vielen Musikfreunden nicht viel sagen. Am ehesten ist noch Heinrich Isaak bekannt durch sein Lied "Innsbruck, ich muss dich lassen".

 

Roman Salyutov löste den Widerspruch selbst in seinen einleitenden Worten auf, er werde Musik von evangelischen Komponisten aus Deutschland spielen, damit bekam der Bezug zum Lutherjahr seine Berechtigung.

 

Nun zum Konzert. Salyutov begann mit der Suite Nr. 7 in G-Moll von Georg Friedrich Händel. Händel wurde 1685, im gleichen Jahr wie Johann Sebastian Bach, in Halle an der Saale geboren. Er erhielt Musikunterricht bei dem Kantor der halleschen Marktkirche Friedrich Wilhelm Zachow, seine Kenntnisse der evangelischen Kirchenmusik der damaligen Zeit, in der Luther selbst als der Schöpfer etlicher zum unabdingbarem Kanon des praktizierten Gemeindelebens zählender Choräle eine zentrale Rolle spielte, ist damit sicher. Sein Lebensweg führte ihn über Hamburg und Rom schon 1710 nach London, das sein Lebensmittelpunkt bis zu seinem Tode 1759 werden sollte. Dort spielte die mitteldeutsche Kirchenmusik natürlich keine Rolle mehr, vor allem durch seine Oratorien wurde er aber zu einem der bedeutendsten Kirchenkomponisten aller Zeiten.

 

Ist zu dieser Zeit in ganz Europa als virtuoser Cembalospieler berühmt gewesen. Dennoch spielte die Komposition von Soloklaviermusik in seinem Schaffen nur eine untergeordnete Rolle. Sein Hauptwerk sind die "Acht Suiten für Klavier", die er selbst im Jahre 1720 in London als authentisch im Druck herausgab, da viele "Raubkopien" seiner Cembalowerke verbreitet waren. Sicher sind diese Stücke zum größeren Teil schon in früheren Jahren entstanden.

 

Diese Suiten für Cembalo sind die Übertragung der französischen Hofmusik auf ein Soloinstrument, sie beginnen regelmäßig mit einer pompösen Ouvertüre, der meistens diverse Tanzsätze folgen. Händel weicht hiervon ab, an Stelle einiger Tanzsätze stehen freiere Stücke. Insgesamt sind die Kompositionen aber dazu angetan, die Virtuosität des Spielers ins rechte Licht zu rücken. Das war natürlich ganz im Sinne von Roman Salyutov, mit großer Spielfreude führte er uns durch den Wechsel von schnellen virtuosen Stücken und langsamen gefühlsbetonten Teilen. Sehr positiv ist hervorzuheben, das Salyutov nicht versuchte, aus dem modernen Flügel ein Cembalo zu machen, wie man es leider recht oft hört. Denn freilich sind die Stücke original für das Cembalo geschrieben. Auf diesem Instrument herrschen eigene Gesetze der Interpretation, dazu gibt es dutzende gelehrte Bücher aus alter und neuer Zeit. Der Cembaloton ist nicht sehr tragfähig, deswegen werden die Töne von Akkorde häufig "arpeggiert", also nacheinander angeschlagen. Was auf dem Cembalo notwendig ist, wird auf dem modernen Hammerklavier, dessen Ton sich ja gerade durch seine Grundtönigkeit auszeichnet, zur Manieriertheit. So überzeugte Salyutov durch eine dem Instrument adäquate Interpretation.

 

Der deutsche Komponist Felix Mendelssohn-Batholdy kam so wie viele seiner zeitgenössischen Komponistenkollegen (Schumann, Chopin, Liszt) "vom Klavier" her. Er erhielt eine umfassende humanistische Bildung, auf dem Klavier galt er als Wunderkind, er spielte dem alten Goethe auf dem Klavier vor, der sich bewundern äußerte. Die Sonate in B-Dur op. 106 ist das Werk des achtzehnjährigen jungen Mannes, der sicher das kompositorische Handwerk beherrscht. Roman Salyutov ließ uns souverän an der frühen Meisterschaft des Komponisten teilhaben. Präludium und Fuge in e-Moll zeigten den an Bach geschulten "Kontrapunktiker" Mendelsohn.

 

Das Klavier war aber nur das kompositorische Sprungbrett für Mendelssohn. Klaviermusik geriet bald in den Hintergrund seiner kompositorischen Arbeit. Nur mit den "Liedern ohne Worte", die , für das breite Publikum", für die Hausmusik angelegt, ab 1830 in acht Folgen erschienen, ließen ihn für (fast) alle Zeiten für die klavierspielenden Liebhaber zu einem wichtigen Teil im Repertoire werden.

 

Mendelssohn wurde bald zu einer der wichtigsten Persönlichkeiten im deutschen Musikleben, unter anderen auch als Gewandhauskapellmeister. Legendär ist die durch ihn initiierte Wiederaufführung Johann Sebastian Bachs "Matthäuspassion" im Jahre 1829, die die Bachrenaissance einleitete. Und, damit kommen wir zu Luther zurück, Mendelssohn war ohne Zweifel einer der wichtigsten Komponisten evangelischer Kirchenmusik, seine diesbezüglichen Werke stehen weit über dem Niveau der "Kantoren-Gebrauchsmusik" der vielen Bach-Adepten in der Folgezeit. Manchem mag diese These als sehr kühn erscheinen, aber wer diese geistliche Musik kennt, wird gerade seine Verbindung zu Luther erkennen. Neben den großartigen Psalmvertonungen nach Luthers Bibelübersetzung sticht die Choralkantate nach dem Lutherchoral "Vom Himmel hoch, da komm ich her" hervor. In seiner "Reformationssymphonie" in D-Dur op. 107 verarbeitet er im Schlusssatz den wohl bekanntesten Luther-Choral "Ein feste Burg ist unser Gott".

 

Warum ist dieser Mendelssohn vielen Musikfreunden heute noch so unbekannt? Die zweite Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts war von einem zunehmenden Antisemitismus geprägt, im Musikleben zeigte der bösartige Aufsatz Richard Wagners "Über das Judentum in der Musik" aus dem Jahre 1850, in dem Mendelssohn grob beleidigt wurde, Wirkung für mehr als ein Jahrhundert. Es sei erwähnt, dass die Komponisten Johannes Brahms und Max Reger, seines einhundertsten Todestages gedachten wir im vergangenen Jahr, Mendelssohn vehement verteidigten. Aber sie waren die Ausnahme. In der Zeit des Nationalsozialismus sollte Mendelssohn völlig aus dem deutshcen Musikleben getilgt werden. Nach dem Untergang  der NS-Diktatur hatte es Mendelssohn schwer, den ihm gebührenden Platz im Musikleben zurückzubekommen. Zu tief wirkte wohl der Antisemitismus, mit dem viele Musikwissenschaftler "groß" geworden waren, nach. Noch eine Nebenbemerkung, in England, das Mendelssohn mehrmals auf Konzertreisen besuchte, blieb das Andenken zu allen Zeiten in der ganzen Breite seines Werkes immer erhalten.

 

Warum spreche ich diese historische Seite zum Verständnis Felix Mendelssohn-Bartholdys so recht ausführlich an? Weil mein Dank an Roman Salyutov nicht nur seinem phantastischen Klavierspiel gilt. Die Aufnahme eines Werkes Mendelssohn-Bartholdys gerade in ein Konzert unter der Überschrift "Konzert im Lutherjahr" halte ich für eine wichtige Aussage.

 

Über das Verhältnis Johann Sebastoan Bachs zu Martin Luther braucht man keine Worte verlieren. In seiner Bibliothek stand die "Altenburger Lutherausgabe" seiner Schriften. Zur Eröffnung des zweiten Teils seines Konzerts spielte uns Roman Salyutov die Toccata in D-Moll Bach Werke Verzeichnis 913. Diese Toccata, eine Toccata ist ein Werk, in dem sich freie virtuose Abschnitte mit mehrstimmig gebunden Fugen abwechseln, ist ein sehr frühes Werk Bachs. Im Werkeverzeichnis sind sie auf "spätestens 1707-13" datiert, aber wohl deutlich früher entstanden. Die Toccata zeigt einen jungen Musiker, der sich seiner immensen Begabung wird, zuerst als Virtuose, aber auch schon als schaffender Musiker. Diese Toccata mit ihren immer wieder überraschenden Einfällen sprüht nur so vor purer Spielfreude und Virtuosität. Diese Spielfreude vermittelte uns Salyutov in begeisternder Art und Weise.

 

Zum Schluss, gewiss als Höhepunkt gedacht, die monumentale Sonate Nr. 3 F-Moll op. 5 von Johannes Brahms. Brahms stammt aus der Freien und Hansestadt Hamburg, damals eine Stadt der Toleranz, der gegenseitigen Achtung, des Respekts vor fremdem Eigentum und eine Hochburg der Lutherischen Kirche. Er selbst war ein religiöser Mensch, was seine tief empfundenen geistlichen Werke, zuallererst natürlich das sehr bekannte "Deutsche Requiem" op. 45 deutlich zeigen. Aber mit der Lutherischen Amtskirche hat er weniger Verbindung gezeigt. Die meistern seiner Schaffensjahre verbrachte er dann in Wien, in diesem katholischen Umfeld blieb er seinem evangelischen Glauben treu.

 

Brahms war ein außergewöhnlicher Virtuose auf dem Klavier, viel Zeit seines Lebens verbrachte er auf Konzertreisen. Auch er begann mit Klavierkompositionen seine schöpferische Laufbahn, die Opera 1,2,4,5,9 und 10 sind Kompositionen für das Soloklavier. Aber er war von Anfang ein symphonisch denkender Musiker, die große Symphonie war sein Ziel, aber das große Vorbild Ludwig van Beethoben mit seinen symphonischen Gipfelwerken ließ ihn zurückschrecken, seine erste Symphonie vollendete er erst im Alter von dreiundvierzig Jahren 1876. So sind seine frühen Klavierwerke wie die F-Moll-Sonate aus dem Jahre 1853 in gewisser Weise verkappte Symphonien. Sie sind deshalb bei den Pianisten nicht sehr beliebt und werden recht selten gespielt im Konzert, es fehlt ihnen oftmals die perlende Brillianz, mit der Pianisten glänzen können. Sein Klaviersatz ist sehr akkordisch vollgriffig, Brahms soll riesenhafte Hände gehabt haben, für viele Pianisten bringt das eine zusätzliche Schwierigkeit. So nutzt er quasi symphonisch die gesamte Klaviatur "von oben bis unten". Seine mütterliche Freundin Clara Schumann, bei den Schumanns war Brahms oft zu Gast, hörte ihn einmal im Nachbarzimmer spielen, sie fragte ihn, wer sein Partner beim Vierhändigspiel sei, er aber spielte ja allein, einen solchen Eindruck erweckte sein Spiel.

 

Die Sonate F-Moll ist also ein hochvirtuoses, ein technisch sehr schwieriges Werk und gehört sicherlich in die oberste Schwierigkeitskategorie. Und Roman Salyutov zeigte uns hier sein phänomentales Können, er meisterte die zum Teil aberwitzigen Akkordfortissimi mit Sprüngen über die gesamte Klaviatur einschließlich Händeübergreifen bei einer teilweise komplizierten rhythmischen Satzführung mit traumwandlerischer Sicherheit. In den lyrischen Teilen, wie im zweiten Satz, einer "Serenade im Mondlicht in trauter Zweisamkeit" (nach einem Gedicht von Otto Julius Inkermann, einem deutschen Schriftsteller aus Delitzsch, der unter dem Pseudonym C.O. Sternau veröffentlichte, zeigte uns Salyutov seine differenzierte Anschlagkultur. Das insgesamt sehr lange Werk in fünf Sätzen wirkte wie aus einem Guss, die physische Anstrengung war dem Pianisten aber durchaus anzusehen. Doch sein Spiel begeisterte einfach, deshalb großer Jubel und Applaus für den Künstler.

 

Das Publikum erklatschte sich zwei Zugaben, das Prelúde op. 28 No. 24 in D-Moll von Frederic Chopin und den pianistischen Reißer das Prelúde op. 23 No. 5 in G-Moll von Sergey Rachmaninov. Es folgte wieder tosender Applaus. Nach dem Dank an den Künstler, ausgesprochen vom Vorsitzenden des veranstaltenden Fördervereins SeeCampus Paul-Gerhard Thiele, dem an dieser Stelle einmal ganz herzlich für seinen unermüdlichen für das Kulturleben in Schwarzheide gedankt werden soll, und dem Versprechen des Künstlers wiederzukommen, ging das Publikum nach Hause, viele ergriffen von den phänomenalen Fähigkeiten des Künstlers, und alle mit der Gewissheit, einem außergewöhnlichen Konzert beigewohnt zu haben.

Harald Podczeck

 

 

Engagierte Abiturienten erhalten Auszeichnung

(26.06.2017)

Zahlreiche Schülerinnen und Schüler engagieren sich tagtäglich im schulischen und außerschulischen Bereich, sei es die Leitung einer Arbeitsgemeinschaft oder Nachhilfeunterricht für lernschwache Schüler. Der Förderverein SeeCampus Schwarzheide-Lauchhammer e.V. würdigt diese außerordentlichen Leistungen und zeichnet daher jedes Jahr engagierte Abiturientinnen und Abiturienten aus.

In diesem Jahr erhalten eine Ehrung mit dem Buch "Malerische Streifzüge um den SeeCampus" Anika Raaz (Oberstufenzentrum Lausitz), Nathalie Kummer, Franziska Schneider, Lisa Eckelt, Stephan Friedek, Gustav Schwenk und Tino Hoffmann (alle vom Emil-Fischer-Gymnasium).

 

Wir gratulieren recht herzlich und wünschen allen für Ihren weiteren Lebensweg alles Gute und viel Erfolg!

 

 

Bemerkenswertes Konzert im SeeCampus

(22.05.2017)

In der Veranstaltungsreihe des Fördervereins SeeCampus Schwarzheide gastierte am vergangenen Freitag, dem 19.05.2017, mit dem "Trio Metamorphosi" aus Italien ein Kammermusikensemble der Spitzenklasse in der Aula des SeeCampus. Es umfasst die Herren Mauro Loguercio (Violine), Angelo Pepicelli (Klavier) und Francesco Pepicelli (Violincello). Dieses Klaviertrio hat einen international  außerordentlichen Ruf, was sich auch in seiner Zusammenarbeit mit dem führenden Klassik-Label Decca zeigt.

 

Nun hat Kammermusik an sich in unseren Tagen leider einen recht schweren Stand. Das breite Publikum strömt eher in die neuen großen Konzertsäle wie z.B. der Elbphilharmonie in Hamburg oder dem neuen Konzertsaal im Dresdner Kulturpalast. Umso mehr ist der Förderverein zu loben, dass er der Kammermusik an diesem Abend ein besonderes Forum bot, die Besucher bereuten ihr Kommen nicht.

 

Die Gattung Klaviertrio ist mit dem Streichquartett zusammen das wichtigste Bindeglied  zwischen der „großen“ Orchestermusik und der Solomusik. Das "Trio Metamorphosi"  brachte exemplarische Beispiele dieses Genre zu Gehör.

 

Ludwig van Beethovens Variationen über das Lied „Ich bin der Schneider Kakadu“ op.121a aus dem Jahre 1816 sind Beethovens letzter Beitrag zum „Klaviertrio“.  Das Lied stammt aus der Oper „Die Schwestern von Prag“ des heute längst vergessenen Zeitgenossen Beethovens, Wenzel Müller. Wie später in den Diabelli-Variationen für Klavier zeigt Beethoven seine einzigartige Kunst, aus einem eigentlich sehr banalen Thema ein Meisterwerk zu kreieren. Die Variationen gehören sicherlich zum Standardrepertoire aller Klaviertrios.

Weniger bekannt sind die dann folgenden zwei Klaviertrios des vornehmlich als Opernkomponisten bekannten Italieners Gaetano Donizetti, man hört gleichsam zwei Studien zu Opernarien.

 

Der Hauptbeitrag des Abends war ohne Zweifel das Klaviertrio Nr. 1 in d-moll op.63 von Robert  Schumann. Das Gesamtwerk Robert Schumanns für Klaviertrio hat das "Trio Metamorphosi" jüngst für das Label Decca auf 2 CDs aufgenommen.  Diese intensive Beschäftigung mit diesem Meisterwerk Schumanns merkte man der Interpretation des "Trio Metamorphosi" vom ersten Takt an, sie war vorbildlich.

Im neunzehnten Jahrhundert entstand eine unübersehbare Fülle an Kammermusik aller Zusammensetzungen, das Bürgertum eroberte sich die Musik auch durch häusliches Musizieren, Hausmusik gehörte in jede Familie, die auf Bildung und geistige Entwicklung der Kinder Wert legte, eine heute kaum vorstellbare Tatsache.

Die Klaviertrios Robert Schumanns gehören nicht zu dieser Form der Kammermusik, sind von Anfang an für den Künstler, für den „Profi“ gedacht, sie fordern den Virtuosen, den Meister.

 

In seiner Jugend produzierte Schumann eine Menge auch an Kammermusik, die er bald verwarf. Seine künstlerische Reife erlangte er, nicht überraschend, mit seinem persönlichen Instrument, dem Klavier. Seine ersten sechsundzwanzig Opera sind Soloklavierwerke. Im Jahre 1841 eroberte er sich die Orchestermusik, ein Jahr später begann seine intensive Beschäftigung mit der Kammermusik, ausgehend von der klassischen Form, dem Streichquartett.

Das Klaviertrio Nr. 1 d-moll op.63 entstand 1847 in Dresden, er war hierher 1844 gezogen. Am 13. September überreichte er das Manuskript seiner Frau Clara als Geschenk zum 28. Geburtstag. Sie war sofort begeistert, noch am Abend spielte sie das neue Trio zusammen mit zwei befreundeten Streichern.

Dieses  Klaviertrio begann bald seinen Siegeszug, am 13. November 1848 wurde es im Leipziger Tonkünstlerverein öffentlich uraufgeführt. Es gehört nach wie vor auch heute zu den meistgespielten Klaviertrios aller bekannten Formationen.

Das erste Mal bei einem kammermusikalischen Werk benutzte Schumann hier deutsche Satzüberschriften. Diese geben sehr genau die Intentionen des Komponisten wieder, deshalb seien sie hier genannt:  „Mit Energie und Leidenschaft“ – „ Lebhaft, doch nicht zu rasch“ – „Langsam, mit inniger Empfindung“ - „mit Feuer“.

 

Was ist in diesem Klaviertrio besonders auffällig an der kompositorischen Arbeit Schumanns?  Dazu muss man wissen, dass das Jahr 1845 Schumanns  sogenanntes „Fugenjahr“ war. Er beschäftigte sich intensiv mit polyphonen Kompositionstechniken, besonders mit dem Werk Johann Sebastian Bachs. Die Auseinandersetzung mit dieser Art des musikalischen Denkens schlägt sich eindrücklich im Klaviertrio nieder. Die aus den Klavierwerken bekannten langen Melodiebögen fehlen fast vollständig, es dominieren kurzgliedrige thematische Gedanken, die in einer oftmals komplizierten polyphonen Stimmführung verarbeitet werden. Hierin liegt aber gerade die interpretatorische Herausforderung. Womit wir wieder bei der Leistung des italienischen Klaviertrios sind, dieser Herausforderung wurden die drei Musiker in allen Facetten gerecht.

 

Wir erlebten einen wirklich herausragenden musikalischen Abend im SeeCampus,  der in  Erinnerung bleiben wird. Den drei Gästen aus Italien sei noch einmal herzlich gedankt.

Ein besonderer Dank gilt auch den Sponsoren des Konzertes - der Stadt Schwarzheide, dem Italienischen Kulturzentrum Berlin und dem Italien-Zentrum der Technischen Universität Dresden.

Harald Podczeck

 

 

Frohe Ostern!

(11.04.2017)

Der Förderverein SeeCampus wünscht allen.....

 

Ostern

Foto: Gänseblümchen / pixelio.de

 

 

Konzert im SeeCampus fällt aus!

(10.02.2017)

Savinio

 

Das am 17. Februar geplante Konzert mit dem italienischen Streichquartett "Savinio" und dem Pianisten Costantino Catena muss leider kurzfristig abgesagt werden. Grund dafür ist ein unerwarteter Krankenhausaufenthalt eines Musikers.

 

Der Förderverein ist sehr bemüht, einen Ersatztermin für das Konzert zu vereinbaren. Da wir aber zum jetzigen Zeitpunkt nicht abschätzen können, ob eine Wiederholung noch in diesem Jahr möglich ist, bitten wir alle, die bereits Karten für die Veranstaltung erworben haben, diese in der SeeCampus Bibliothek zurückzugeben.

 

 

Alles Gute!

(30.01.2017)

Pursian

Regine Pursian wurde mit der "Emil-Fischer-Medaille" ausgezeichnet

 

Nach einem langen Arbeitsleben ist er endlich erreicht - der lang ersehnte Ruhestand.  Mit einer kleinen Feierstunde in der Aula des SeeCampus verabschiedeten Kolleginnen und Kollegen, Schüler, Elternvertreter, frühere Wegbegleiter und Vertreter aus Wirtschaft und Politik die langjährige Schulleiterin des Emil-Fischer-Gymnasiums, Regine Pursian.

 

Frau Pursian kann auf eine über 40jährige Tätigkeit im Schuldienst zurückblicken. Zahlreiche Schülerinnen und Schüler hat Sie in ihrem Schulalltag und ihrem Heranwachsen begleiten dürfen. Als Schulleiterin hat Sie die Geschicke des Gymnasiums mit großem Engagement und voller Leidenschaft erfolgreich geführt, neue Ideen umgesetzt und Projekte weiterentwickelt bzw. mitgestaltet. 

 

Der Förderverein SeeCampus, in dem Sie seit vielen Jahren aktives Mitglied im Vereinsvorstand ist, wünscht ihr für den neuen Lebensweg alles erdenklich Gute, viel Glück, Gesundheit und vor allem Zeit für weitere wunderbare Momente und Erlebnisse mit Ihrer Familie und Freunden.

 

Wir hoffen sehr, dass Sie dem Förderverein auch weiterhin erhalten bleibt!

 

 

Mitgliederversammlung des Fördervereins

(26.01.2017)

Der Förderverein SeeCampus Schwarzheide-Lauchhammer lädt seine Mitglieder am 13. Februar um 18.30 Uhr in der Aula des SeeCampus zu seiner Mitgliederversammung ein. Auf der Tagesordnung stehen u.a. der Jahresrückblick und der Ausblick auf die kulturellen Höhepunkte in diesem Jahr sowie das Projekt "Kunst am Bau".

 

Diese Veranstaltung ist nicht öffentlich.

 

 

Kartenvorverkauf für Klassikkonzert zum Stadtjubiläum gestartet

(25.01.0217)

Für das Klassikkonzert am 17. Februar im SeeCampus Schwarzheide hat der Kartenvorverkauf bereits begonnen. Der Förderverein präsentiert anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Stadt Schwarzheide das Streichquartett Savinio mit dem Pianisten Costantino Catena aus Italien, die durch ihr exzellentes Interpräsentationsvermögen bereits weltweit Anerkennung erhalten haben.

 

Wer sich selbst davon überzeugen möchte, sollte sich schnellstens Karten für diesen musikalischen Hörgenuss sichern. Diese sind in der SeeCampus Bibliothek für 15 Euro, im Vorverkauf für 12 Euro erhältlich.